Informationen 2018-10-05T10:00:04+00:00

Auftrag und Prozessrisiko

Grundsätzlich unterliegt das Verhältnis zwischen Rechtsanwalt und Klientschaft den Regeln des Auftragsrechts (Art. 394 ff. Obligationenrecht). Ihr Anwalt schuldet damit nicht einen bestimmten Erfolg, sondern ein getreues und sorgfältiges Tätigwerden nach den Pflichten des Berufsstandes.

Wir werden erst dann aktiv, wenn ein entsprechender Auftrag vorliegt. In der Regel wird schriftlich ein Mandatsvertrag und eine Honorarvereinbarung abgeschlossen. Damit wissen Sie und ich genau, was vereinbart worden ist.

Jeder Gang vor Gericht ist bei noch so guter Vorbereitung mit einer Ungewissheit betreffend den Verfahrensverlauf und das Prozessergebnis verbunden. Das Gericht hat in der Auslegung und der Anwendung des Gesetzes nämlich einen gewissen Spielraum – und Richter nutzen ihn gern. Darum ist es eine unserer wichtigsten Aufgaben, Sie auf die Chancen und Risiken eines Prozesses (oder Strafverfahrens bzw. Verwaltungsverfahrens) hinzuweisen und Sie korrekt und umfassend zu beraten.

Berufsgeheimnis (Anwaltsgeheimnis)

Rechtsanwälte, ihre Angestellten und Hilfspersonen unterstehen örtlich und zeitlich unbegrenzt dem Anwaltsgeheimnis (vgl. Art. 321 Strafgesetzbuch).

Das Anwaltsgeheimnis bildet eine wesentliche Voraussetzung für das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und uns. Es erlaubt Ihnen, uns alles anzuvertrauen, was für die Beratung oder Prozessführung notwendig oder nützlich ist. Nur wenn wir alle Umstände und Tatsachen kennen, können wir Ihre Interessen wirksam und erfolgreich vertreten.

Wichtig zu wissen ist, dass Sie uns vom Berufsgeheimnis entbinden können. Auch der Staat kann in bestimmten Fällen diese Entbindung verfügen. Aber: Auch dann können wir immer noch auf das Berufsgeheimnis berufen und – sofern es in Ihrem Interesse liegt – jegliche Auskunft verweigern.

Kommunikation und Emails

Vertrauliches soll auch vertraulich bleiben (siehe auch Berufsgeheimnis). Die Übermittlung von Unterlagen, Dokumenten und anderen Informationen hat diese Vertraulichkeit zu gewährleisten.

Telefonate: Es kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass Telefonate durch befugte oder unbefugte Dritte mitgehört und mitgeschnitten werden. Innerhalb der Schweiz ist davon auszugehen, dass die Inhalte von Telefongesprächen grundsätzlich vertraulich sind und auch bleiben.

Aber es ist möglich, dass andere Personen Zugang zu den Verbindungsnachweisen haben. Z.B. in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten ist es wenig hilfreich, wenn der Arbeitgeber vom Geschäfts-Mobiltelefon die Verbindungsnachweise erhält. Hier empfehlen wir unseren Klienten die Benutzung der App «Threema» (www.threema.ch).

Emails: Emails können Emails abgefangen, verändert, weitergeleitet etc. werden. Wenn Sie mit Ihrem Anwalt vertraulich kommunizieren wollen, sollten Sie dies nicht über Email tun. Für die gesamte mit Klienten, Gerichten oder Behörden geführte Email-Korrespondenz unter Einschluss damit übermittelter Daten sowie für Übermittlungsfehler und falsche Adressaten wird jede Haftung ausgeschlossen sowie jede Verantwortung für allfällige Verletzungen des Berufsgeheimnisses abgelehnt. Ausgenommen davon sind Emails über eine sichere Verbindung oder die elektronische Einreichung von Eingaben an ein Gericht oder eine Behörde. Wir verwenden für sichere Verbindungen Incamail (www.incamail.ch) und/oder PrivaSphere Secure Messaging (www.privasphere.com).

Wenn Sie eine Email an eine auf dieser Internetseite publizierte Adresse versenden, begründet das noch kein Auftragsverhältnis und wahrt keine Fristen. Wir lesen Ihre Nachrichten zu ordentlichen Bürozeiten, können aber keine zeitnahe Bearbeitung garantieren, sei es aus technischen oder aus betrieblichen Gründen. Bitte fordern Sie eine Zustellbestätigung an damit Sie sicher sind, dass Ihre Nachricht auch bei uns angekommen ist. Wichtige und insbesondere dringliche Nachrichten möchten Sie bitte per Post oder Kurier senden und/oder vorgängig telefonisch ankündigen.

Honorar / Kostenvorschuss

Die Entschädigung für unsere anwaltlichen und notariellen Dienstleistungen berechnen wir nach dem effektiv erbrachten Zeitaufwand. Der Honoraransatz beträgt in der Regel zwischen CHF 280.00 und CHF 320.00 pro Stunde zuzüglich MWST. Je nach Fall und Sachverhalt können wir auch Pauschalhonorare oder Teil-Erfolgshonorare vereinbaren.

Massgebend für die Entschädigung sind die individuellen Umstände des Falles, namentlich die tatsächliche und juristische Schwierigkeit, die besondere Verantwortung des Anwalts und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Klientschaft. Unser Regelsatz ist CHF 280.00 für zivil- und verwaltungsrechtliche Angelegenheiten, CHF 260.00 zuzüglich MWST für gewöhnliche Strafverteidigungen.

Barauslagen sind im Honorar inbegriffen (übliche Einschreiben, lokale Fahrtkosten, s/w-Kopien, nationale Telefonate).

Eigentlich möchte ich das nicht, aber das Bundesgericht zwingt uns Anwälte indirekt dazu, regelmässig einen Kostenvorschuss zu erheben. Wenige aber schmerzhafte Erfahrungen insbesondere bei neuen Klienten haben mich dazu bewogen, vermehrt einen Kostenvorschuss zu verlangen. Der Kostenvorschuss wird vom übrigen Geschäftsvermögen ausgesondert auf einem separaten Klientengelder-Konto deponiert.